GEFÄHRTEN IM HUNDESPORT
 

wie alles begann...


Meine 1. Hündin Trixi, eine schwarze Mischlingsdame, kam 1991 zu mir als sie 4 Jahre alt war. Ich habe sie damals von einem alten Ehepaar übernommen, ein idealer Anfängerhund, gutmütig und sehr brav. Damals waren wir noch weit entfernt von jeglicher Hundeschule.

 

Nach Trixis Tod im November 1999 war die Leere so groß und schmerzlich, dass ich 3 Tage später Arthos zu mir holte, fast ein Ebenbild Trixis, nur eben ein Rüde. Arthos, ein schwarzer Schnauzer Mix, war damals 8 Monate alt und ich war sein 4. Frauchen. Der Bub ist ganz schön herumgekommen und brachte dementsprechend seine Probleme mit Männern, Kindern und anderen Rüden mit.

Das war eine massive Umstellung von einer verträglichen, sanften Hündin auf einen pubertierenden Racker mit schlechten Erfahrungen. So hatte ich einiges zu lernen im Umgang mit einem springlebendigen Jungrüden (und viele Mülltüten füllten sich)

 

Wir besuchten ab Frühjahr 2000 die Hundeschule und nach 3 anstrengenden Monaten hatte ich einen geprüften Begleithund 1. Meine Turnierlust war erwacht und wir trainierten und trainierten und trainierten. Arthos schaffte auch die Begleithundeprüfung 2, Agility 1 und 2, sowie das Agility Diplom, die Fährtenprüfung habe ich leider aus eigener Schuld vermasselt und für den Sportschutz war mein Hundzi aufgrund seiner Vorgeschichte nicht geeignet. Wir schafften es 2 mal in die Cup Wertung BH 2 zu gelangen, einmal einen 5. Platz und einmal einen 6. Platz. Alles in allem errang mein Bub über 30 Pokale.                                                                                                        Das harte Training, das ich meinem Hund zugemutet hatte, machte sich nun langsam bemerkbar. Er fiel mit seinen Leistungen kontinuierlich ab, sodass ich beschloss, ihn in den Ruhestand zu schicken und ich begann an einen Nachfolger zu denken.

 

 
Viele Hunderassen wurden im Sommer 2005 begutachtet um eine passende Gefährtin für Arthos und auch gleichzeitig einen Sportnachfolger zu finden.
 
Baby oder wieder erwachsenen Hund? Das war die Kernfrage.
 

Wir entschlossen uns nun für einen erwachsenen Hund, der doch schon stubenrein und nicht mehr über die Stiegen zu tragen wäre - dachte ich aber nur. Ein Schäfer sollte es diesmal sein, da mir diese Rasse schon lange gefiel.

 
Wir durchkämmten Tierheime und die Tierecke in einer Tageszeitung bis mir wieder einmal Kommissar Zufall zu Hilfe eilte. Ich bekam einen Tipp, dass bei unserem Tierheim eine wunderschöne Langhaarschäferhündin im Alter von 14 Monaten abgegeben wurde. Ich telefonierte und besprach alles mit dem Tierheim und mir wurde versichert, ich könnte die Hündin am Nachmittag abholen.    Als wir dort eintrafen, wurde sie soeben an uns vorbei an ein anderes Paar vermittelt, meine Enttäuschung war groß!!! Ich hinterließ unsere Telefonnummer, weil ich mir sicher war, dass der Hund zu uns gehören würde. 2 Tage später der Anruf! Die Hündin sei wieder da, wenn ich wollte, könnte ich sie abholen. Hurra!
 

Arthos und Ehemann ins Auto gesetzt und auf ins Heim. Nach einer eingehenden Untersuchung durch Arthos konnten wir nun zu viert den Heimweg antreten.

 
... und die Geschichte begann erneut

 

 
Unsere Puppe war nicht stubenrein, konnte und kannte keine Stiegen, keine Haushaltsgeräusche und natürlich auch keine Katze. Nach einigen Wochen Eingewöhnung war dann alles so einigermaßen klar für Lina, so nannten wir sie nun. Wir nahmen Kontakt zu ihrem Züchter auf und besorgten uns Papiere, da unser Fräulein eine "von und zu" ist. Baby von Schloss Wienerwald lautet ihr richtiger Name.
 
Ich dachte natürlich sofort wieder an Turniere und begann, so wie ich es gelernt hatte, mit Lina zu arbeiten. Aber jetzt wurde der Spieß umgedreht, denn das funktionierte bei Lina überhaupt nicht. Somit wurde Lina  mein Lehrmeister und nicht ich ihrer. 
 

Da mir die herkömmliche Arbeitsweise mit Leinenruck und Co schon längere Zeit zuwider war, schaute ich mich auf einigen anderen Hundeplätzen und bei anderen Trainern um. Ich probierte allerhand Neues aus, bis ich schließlich über Dildei und Schlegel bei Lind Art landete. Das und mit Clicker hatte ich nun bei Lina Erfolg. Bei meinem alten Herrn stellte ich ebenfalls das Training um und auch da hatte ich ein Aha - Erlebnis. Arthos wollte wieder "arbeiten".